Asylrechtliche Referent*in
Die BAfF ist der Bundesverband der 52 Psychosozialen Zentren für Geflüchtete und Überlebende von Folter. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, die infolge von Gewalt, Verfolgung und Flucht schwer belastet oder traumatisiert sind, Zugang zu angemessener psychosozialer Versorgung erhalten und ihre Anliegen politisches Gehör finden.
Personen, die aufgrund ihrer Erfahrungen in ihrem Heimatland oder durch die Flucht krank oder traumatisiert sind, müssen schnell eine psychosoziale Begleitung oder einen Therapieplatz erhalten. Die BAfF vertritt die Interessen von Überlebenden schwerer Menschenrechtsverletzungen gegenüber der Politik und der (Fach)Öffentlichkeit, vernetzt Akteur*innen der psychosozialen Arbeit in den Bundesländern, auf nationaler wie europäischer Ebene und bringt sich durch Projekte, Veranstaltungen, Publikationen sowie gezielte Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit in den fachlichen und den politischen Diskurs ein.
Als Verstärkung der Zivilgesellschaftlichen Fachstelle zur Identifizierung und Umsetzung besonderer Schutzbedarfe suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Mitarbeiter*in (m/w/d) zur Unterstützung im Bereich des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) mit 7-10 Stunden/Woche.
Die Stelle ist projektfinanziert und deshalb zunächst bis zum 31.12.2026 befristet. Eine Verlängerung sowie die Möglichkeit einer Aufstockung des Beschäftigungsumfangs werden angestrebt.
Ihre Rolle
- Sie unterstützen bei der Begleitung und Einordnung der Umsetzungsschritte des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) und Bund und Ländern. Dabei arbeiten Sie eng mit dem Projektteam der Fachstelle besondere Schutzbedarfe zusammen.
- Sie stellen die asyl- und aufenthaltsrechtliche Expertise innerhalb des Projekts Fachstelle besondere Schutzbedarfe sicher.
- Sie unterstützen den Wissenstransfers innerhalb der Fachstelle besondere Schutzbedarfe sowie zu externen Akteur*innen.
Ihre Aufgaben
- Qualifizierte Beratung des Projektteams im Asyl- und Aufenthaltsrecht, insbesondere mit Blick auf GEAS-relevante Fragestellungen
- Fachliche Begleitung und Analyse der Umsetzung des GEAS auf Landes- und Bundesebene sowie Bewertung der Auswirkungen auf die Praxis insbesondere im Hinblick auf besondere Schutzbedarfe
- Konzeptionelle Mitarbeit bei der Entwicklung von Arbeits- und Informationsmaterialien mit asylrechtlichem Schwerpunkt
- Fachliche Unterstützung bei der Konzeption und Durchführung von Schulungs- und Fortbildungsangeboten sowie Fachvorträgen der Fachstelle besondere Schutzbedarfe
- Zuarbeit zur Pressearbeit und Aufarbeitung von juristisch komplexen Themen für die Fachstelle
Was Sie mitbringen
- Abgeschlossenes juristisches Hochschulstudium mit Schwerpunkt im Asyl-, Aufenthalts- oder Migrationsrecht (oder vergleichbare Qualifikation)
- Fundierte Kenntnisse im deutschen und europäischen Asylrecht sowie im Aufenthaltsrecht, einschließlich der rechtlichen Rahmenbedingungen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS)
- Erfahrung in der rechtlichen Bewertung und Einordnung von Gesetzesvorhaben, Rechtsprechung und Verwaltungspraxis im Asyl- und Aufenthaltsrecht
- Fähigkeit zur eigenständigen juristischen Analyse komplexer Rechtsfragen und zur Ableitung praxisorientierter Handlungsempfehlungen
- Idealerweise Erfahrung in der konzeptionellen Arbeit, insbesondere bei der Erstellung von Arbeitsmaterialien oder Schulungsmaterialien
- Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
- Präzise, eigenständige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
Wünschenswert sind:
- Mehrjährige Berufserfahrung, vorzugsweise in NGOs, in der Menschenrechtsarbeit im Bereich Flucht und Asyl
- Kenntnisse zum deutschen Gesundheitssystem
- Gute Englischkenntnisse
Wir bieten
- Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten (Die Option zum Home-Office und Remote-Arbeit ist möglich)
- Eine vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit an der Schnittstelle von Gesundheitsversorgung, Menschenrechtsarbeit und politischer Kommunikation
- Zusammenarbeit in einem engagierten, qualifizierten Team
- Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den TVöD 13 (Bund)
- Die Stelle ist zunächst bis Dezember 2026 befristet. Eine Verlängerung wird angestrebt.
Bewerbung: Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen und Indikation Ihres frühestmöglichen Arbeitsbeginns in einer PDF-Datei (max. 5 MB) mit dem Betreff „Bewerbung asylrechtliche Referent*in“ per E-Mail an info@baff-zentren.org. Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Alva Träbert.
Bewerbungsschluss ist der 13.03.2026.
Vorstellungsgespräche sind für die KW 13 geplant.
Kosten, die im Rahmen des Bewerbungsverfahrens entstehen, können nicht übernommen werden.
Wir streben eine gleichmäßige Repräsentation aller gesellschaftlichen Gruppen unter unseren Mitarbeitenden an und begrüßen alle Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung. Bewerbungen von Menschen mit Flucht- oder Migrationsbiografie, Schwarzen Menschen und People of Color sind ausdrücklich erwünscht.
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz: Mit der Übersendung Ihrer Bewerbungsunterlagen geben Sie uns die Einwilligung, Ihre von Ihnen übersendeten personenbezogenen Daten zum Zwecke der Durchführung des Bewerbungsverfahrens zu verarbeiten (vgl. Art. 6 DSGVO; siehe auch § 32 BDSG). Sechs Monate nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens werden Ihre elektronisch übermittelten Daten gelöscht, es sei denn, sie werden zum Zwecke der Anstellung weiter benötigt.
Dies ist eine auf dritten Jobbörsen gefundene Stellenanzeige. Wir bieten hierfür keinen Support, können diese aber jederzeit offline stellen. Für weitere Informationen: Datenschutzhinweise | Anzeige melden.